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discovery



A STORY OF SAHEL SOUNDS

on october 15th, 2017 - interstellar records & werk02 presents the very first time screening, in austria, of the beautiful movie about the label sahel sounds. all this will happens at forum stadtpark, one of our favorite places. next to the movie, there will be a djline of florian kläger (director of a story of sahel sounds) and richie herbst (interstellar), next to a movie talk and a records booth.

[www.sahelsounds.com]

supported by:



[ske-fonds.at]

INT023 - BROKEN HEART COLLECTOR



INT 023 | 2xLP
BROKEN HEART COLLECTOR s/t

release date: may 30th, 2011

INTERSTELLAR RECORDS int023
ROCK IS HELL rip39
DISCORPORATE RECORDS disrec18 (cd-version)

For BROKEN.HEART.COLLECTOR five champions of undefined paths join forces, having found what was meant to be found - each other:
Slovenian vocal artist and bass flutist Maja Osojnik, well versed in traditional Slovenian folk songs, pop & avantgarde, as well as black metal grunting and therefore performing in various different outfits (Rdeca Raketa, Maja Osojnik Band, FruFru, Subshrubs); Bass clarinetist Susanna Gartmayer known from the manifold domestic improvisation scene; and there is also BULBUL – the Austrian superband, since years of utilizing the classic rock line-up (bass, guitar, drums) and pushing it beyond its boundaries releasing conceptual field-recordings and blowing up the most profound pig-rock-smasher in the spheres of the impossible.
Upon the instrumental fundament, Maja Osojnik hails hypnotizing passwords that hold the reoccurring subtext of "I control you". Her voice is floating frigidly then hissing like a mad child grown up amongst wolves and finally closing up around the group snake-like.

"Broken.Heart.Collector" is an intoxicating stream of lava, guides along The Cabinet of Dr. Caligari, unnoticably passing owls whistling 'good-night's' and wobbling shadowrealms dragging into disco beats. Suddenly you are on an overwhelming trip in the desert with Alejandro Jodorowsky, gliding through agravic spaces and oversized soundscapes above which rattling chains and twittering iron can be heard.
Their instruments - often prepared like John Cage used to enhance the interestingness of a piano with palette knifes, rubber bands and other utensils - lead from strictly reduced passages to excessive shamanic space-trips with field recordings. There's squeaking and rattling until steal string guitar, driving bass, tricky drums and a hell of a clarinet trim it all into bruitistic layers finally mutating into an undertow-like groove.

BROKEN.HEART.COLLECTOR take your hand into unknown territory where you'll meet pulsating heart-shaped jelly-puddings, drifting along speaking pyramids, slowly rotating satellites, light beam transmissions from far dimensions and tongue in cheek grinning organists whos' cylinders have eyes blinking mechanically through the bizarre orbit.

/a1 love reclamation song
/a2 get the do
/b1 eckig
/b2 another heart bites the dust
/b3 the average weight of love
/c1 boatwischmusik
/c2 heart.break.simulator
/c3 [...]
/c4 cestni črv
/d1 eisenwalzer
/d2 unter/lupe/tot
/d3 wolves

line-up:
maja osojnik (vox, gadgets, bass paetzold recorder, field recordings)
susanna gartmayer (bass clarinet, contra alto clarinet, vox)
raumschiff engelmayr (guitar, vox, electronics)
derhunt (bass, vox, electronics)
didi kern (drums, percussion, inside piano, vox, field recordings)

lyrics by: maja osojnik, except “another heart bites the dust”
slovenian lyrics by: fran milčinski-ježek
translation by: oliver sims
music composed, arranged, performed and produced by: broken.heart.collector
recorded by: goon studios between February - October 2010
mixed by: ollmann at feedback studio 2, vienna
mastered & cut by: bo kondren @ calyx, berlin
artwork & layout by: Mackie Osborne

downloads:
artwork [tif]
int023-mp3 [mp3/zip]
int023-flac [flac/zip]


reviews:
Während ich also eben gerade die Statistiken für September 2011 in einen akzeptablen Text einfließen zu lassen versuchte, rotierte in der Musikanlage das Album „broken.heart.collector” des österreichischen Quintetts selben Namens, eigentlich ein um Sängerin und Bassklarinettistin erweiterter Abkömmling des Trios Bulbul, von dem ich ebenfalls nie zuvor gehört hatte; das Quintett jedenfalls schaffte es auf den Babyblauen Seiten zum Tipp des Monats, und das ist eigentlich meist ein gutes Zeichen. Die Musiker stehen übrigens bei Discorporate Records unter Vertrag, regelmäßige Leser meines Geschwafels kennen also einige ihrer Stücke bereits vom Discorporate-Records-„Sampler” 2011.
Was mir da gerade gewaltfrei ins Ohr drang, war jedenfalls wirklich beeindruckend. (Erwähnte ich schon, dass Genres und gute Musik miteinander nur selten harmonieren?) Bereits der eröffnende „Love Reclamation Song”, etwas mehr als elfeinhalb Minuten lang, überrascht: Kammermusikartig setzen langsam und sanft und aber auch ein bisschen bedrohlich die Instrumente ein, Sängerin Maja Osojnik intoniert mit Bedacht und melodisch in solcher Form, dass man an die Strophen im Meisterstück „The End” der legendären Doors denkt, stimmlich dann auch an die deutsche Chanteuse Nico, die selbiges Lied irgendwann mal gecovert hatte. Schön düster und nur vordergründig schlicht, denn die Instrumente sind zwar zurückhaltend, aber doch abwechslungsreich bedient. Wer sich aber jetzt versehentlich auf fast eine Stunde beschaulicher Hintergrundbeschallung einstellt, der sollte seine Nervenpillen bereit halten, denn bei etwa 9:00 Minuten erfolgt eine Zäsur und die fünf – plus, in einigen Stücken, Didi Kern als Gast am Klavier – rocken mit viel Bass und verzerrtem Gesang los. Kennt noch jemand „Open Your Eyes” von den Guano Apes? Ganz so lärmend wird es nicht, aber so ähnlich klingt es doch, bedenkt man, dass broken.heart.collector von denen, die auf Genreschubladen Wert legen, oft als „RIO/Avant”, experimentelle Avantgarde-Musik also, geführt werden.
Dabei geht es ihnen nicht nur um die Lust am Krach. Das zweite Stück, „Another Heart Bites The Dust”, eröffnet mit brummenden Tieftönen, ist aber trotz des Titels keine Queen-Coverversion, sondern feinster Alternative. Den Anfang habe ich schon mal irgendwo gehört; nur wo? Andreas Hofmann unterstellt auf den Babyblauen Seiten klangliche Nähe zu Placebo, das infernalische Gejaule von Brian Molko bleibt aber zum Glück fern, vielmehr kommt mir spontan ein Vergleich mit Belle & Sebastian in den Sinn.
Die Band unternimmt auf dem Album sozusagen einen Streifzug durch die Genres. Von den aufgelösten Avantgarde-Metal-Kabarettisten Sleepytime Gorilla Museum („Eisenwalzer”) über The Kills („Get The Dog”) und Donovan („Boatwischmusik”) bis hin zum Canterbury und zeuhlschwangeren Jazzrock („Cestni črv”) reicht die stilistische Bandbreite. Das abschließende „Wolves” (ein Wolf ziert als den Kurzfilmen im DDR-„Sandmännchen” nicht unähnliche Zeichnung auch das Titelbild des Albums) rundet das Album schließlich ab: Der eingängige, unaufgeregte Pop steigert sich ebenso wie der Gesang allmählich zu einer geradezu irren Klimax in Form eines improvisierten Lärms mit Gekreisch, sozusagen als eine nicht instrumentale Version der letzten Sekunden von „A Day In The Life” der überbewerteten Beatles und auch als eine Art Fazit, Zusammenfassung des bis dahin Gehörten. All das – alle 10 Stücke – wird dargeboten in einem eigenständigen Klanggewand aus Bassflöte, Klarinette, Gitarre, Bass, Schlagzeug und dergleichen; wer also behauptet, das alles sei längst ein alter Hut, dem unterstelle ich so lange Irrtum, bis er es belegt, denn mir ist es letztlich nicht wichtig, ob prima Musik nun zum ersten oder zum hunderttausendsten Mal in dieser Form vorliegt. Die Hauptsache sollte doch, neben einem Mindestmaß an Anspruch, immer sein, dass sie gefällt. Und das tut sie fürwahr.
„Scheppern / Raunen / Avant-Noise” schreibt man im Magazin „Intro” und hat damit vollkommen Recht. broken.heart.collector machen dort weiter, wo Sonic Youth längst aufgehört haben. Und das ist auch gut so. (TOXPROJECTS.DE)

Man könnte es sich einfach machen und behaupten, die Avantgarde-Noise-Ösis von Bulbul hätten einfach nur personell aufgestockt und sich in broken.heart.collector umbenannt, aber es ist nicht so, als würden sich ihre beiden Mitstreiterinnen hier einreihen oder gar hinten anstellen. Zusammen mit ihrer Landsmännin Susanna Gartmayer, die sich als Bassklarinettistin in der österreichischen Impro-Szene einen Namen gemacht hat, und der slowenischen Sängerin und Bassflötistin Maja Osojnik, die in ihren zahlreichen Projekten von heimischer Volksmusik bis hin zu Black Metal offenbar alle Paletten der Vokalkunst abzudecken vermag, ergibt sich hier nämlich ohne Zweifel eine ganz neue und nicht minder aufregende Band. Nichtsdestotrotz scheint es so, als hätte die Zusammenarbeit mit Carla Bozulich, die auf Bulbuls letztem Album "6" als Gast zu hören war, einigen Eindruck hinterlassen, denn die erste Hörassoziation ist durchaus Bozulichs Projekt Evangelista, das im Info unter der Rubrik "Für Fans von" auch konsequenterweise gleich als erstes genannt wird. Ebenso nachvollziehbar werden an gleicher Stelle ZU und Sleepytime Gorilla Museum aufgelistet, womit die ungefähre Richtung schon einmal recht treffend eingekreist wäre.
Die Eckpunkte sind also Jazz, Noise, Avantgarde, Chanson und Industrial, aber verkniffen artsy wirken broken.heart.collector dabei definitiv nicht. Oft und gerne manipuliert man den Sound der Instrumente im Geiste von John Cage, und so knirscht und knarzt es nicht nur beim Intermezzo "(...)" an allen Ecken und Enden. Die Stimmung ist nicht selten ungemütlich, es wird viel und gerne improvisiert, wobei auch zunächst zähe Stücke wie der nicht ganz unpassend betitelte "Eisenwalzer" doch noch irgendwann die Kurve bekommen und zumindest ansatzweise fließender werden, wobei man diese Art von Flüssigkeit wohl oft weder trinken noch sonst irgendwie mit ihr in Berührung kommen möchte. Besonders beeindruckend wird die Musik immer dann, wenn Osojniks unterkühlter Gesang auf Bulbul'sche Leichtigkeit trifft - Songs wie "Get the dog", "Wolves" und das dezent an Placebo [sic!] erinnernde "Another Heart Bites The Dust" werden so fast schon zu kleinen Hits, die aber freilich immer noch sperrig genug sind, um nicht als poppig durchzugehen.
Die Wirkung der Musik, die man auf dem ersten Album von broken.heart.collector zu hören bekommt, kann vom ersten bis zum letzten Moment eigentlich nur als hypnotisch beschrieben werden, wobei dabei immer verschiedene Aggregatszustände und Emotionen durchlaufen werden - mal schwebt man gasförmig-verzückt, mal windet man sich zäh-unwohl, mal fällt man bleiern-hoffnungslos, dann wieder strömt man flüssig-zuversichtlich. Spannend ist das. Anstrengend. Aufreibend. Manchmal nur schwer erträglich. Aber nie langweilig!
Die Veröffentlichungspolitik muss mir allerdings mal jemand erklären - das Vinyl kam bereits Ende Mai bei Rock is Hell und Interstellar Records heraus (100 Exemplare davon übrigens als wunderschöne Siebdruck-Unikate), nun folgt fast vier Monate später die CD auf Discorporate Records, während Bulbul sich bereits um ihr siebtes Album kümmern. In mauen Zeiten wie diesen frage ich mich ja schon, ob dies eine so clevere Entscheidung war. (BABYBLAUE-SEITE.DE andreas hofmann)

Völlig zurecht ist dieses Album zum Tipp des Monats ernannt worden. Dies ist nicht nur eines der beeindruckendsten Debüts des Jahres 2011, es dürfte auch in meiner persönlichen Jahresbestenliste einen der vorderen Plätze einnehmen.
Die österreichisch-slowenische Formation bietet eine wunderbare Mixtur aus jazzigen, noisigen und gelegentlich auch freiformatigen Klängen, die trotz des klaren avantgardistischen Einschlags eigentlich nie völlig strukturlos wird, gelegentlich sogar eingängige Bereiche streift (Another Heart Bites the Dust). Beständig brummen und knurren tiefe und tiefste Rohrblattinstrumente, dazu scheppert, kracht und poltert es beständig. Das Ganze ist von seltsam morbider Stimmung, erinnert des öfteren an The Book Of Knots, freilich ohne so depressiv zu klingen wie diese. Überhaupt, die beiden Carlas (Kihlstedt und Bozulich) sind wichtige Bezugspunkte dieser Musik, die Einflüsse ihrer jeweiligen Projekte sind unüberhörbar.
Veredelt wird die Musik durch den wunderbaren Gesang der Slowenin Maja Osojnik. Mit ihrer dunklen, leicht rauchigen Stimme scheint sie einem Krimi der "schwarzen Serie" entsprungen zu sein, könnte dort in einer heruntergekommenen, verruchten Bar im Amerika der 30er Jahre auftreten, wo sie Philipp Marlowe den Kopf verdreht. Dazu trägt sie u.a. noch Bassflöte bei, auch ein eher seltenes Instrument in der Rockmusik. Tiefes Gebläse kommt bei mir immer gut an!
Ein grandioses Album! Ich hoffe, von dieser Band wird in Zukunft noch viel zu hören sein. /BABYBLAUE-SEITE.DE jochen rindfrey)

...ein Album, dessen Weg am Rande des Abgrunds über Jazz, osteuropäische Folklore und Noise Rock führt und den Hörer unweigerlich einwickelt. Mittels präparierter Instrumente oder ungewöhnlicher Klangkörper erschaffen Broken Heart Collector einen Klang, der griffig und doch experimentell wirkt. Ein nicht immer einfaches Album für Forscher und Mitternachtsgeschichtenleser.(CRAZEWIRE.DE bastian küllenberg)

Sängerin und Bassflötistin Maja Osojnik ist schon ziemlich ausgelastet. Ob RDECA RAKETA, MAJA OSOJNIK BAND, FRUFRU oder SUBSHRUBS, die Frau ist dank ihres recht breit gestreuten Repertoires eine wahre Tausendsassarin.
Bassklarinettistin Susanna Gartmayer ist auch nicht weniger umtriebig in der Improvisationsszene, wirkt unter anderem im GEMÜSEORCHESTER und bei WHEN YUPPIES GO TO HELL mit. Nun haben sie sich mit dem österreichischen Chaos-Trio BULBUL zusammen geschlossen und beweisen wiederum, dass sich wohl manche Dinge einfach irgendwann zusammenfinden müssen.
Der um keine Facette verlegener Geräusch-Rock von BULBUL, harmoniert, Pardon, disharmoniert grandios mit dem vorkämpferischen Werk der Damen und vermittelt den Eindruck, dass da in Sachen Zusammenarbeit hoffentlich noch Luft nach oben ist.
Wohlan! (OX jenny kracht)

Maja Osojnik, Vokalistin und Bassflötistin lässt musikalisch nichts aus. Sie singt verschiedenes Material von slowenischen Volksliedern über Pop bis Black Metal und arbeitet zudem in experimentellen und improvisierten Projekten wie dem Duo Rdeca Raketa. Für Broken.Heart.Collector hat sie sich mit der Bassklarinettistin Susanna Gartmayr und der experimentierfreudigen österreichischen Band Bulbul zusammengetan und verarbeitet auch hier die unterschiedlichsten musikalischen Elemente. Verzerrter Rockbass trifft auf Technobeat und arabisch anmutendes Sopransaxophon samt Freejazzexplosion und konkretes Geräuschgefrickel. Der nächste Track kann aber schon wie dunkel dräuende Neue Musik oder wie ein jazziges Chanson klingen. Oder mit einem harschen Industrialbeat unterlegt werden. Spannende, abwechslungsreiche Musik. (DE:BUG)

Bulbul + X = verleiht Flügel?
Eine komplett neue Band ist Broken.Heart.Collector nicht. Zumindest ein Teil dieses Kollektivs ist bereits bekannt. Den Rumpf des Fünfers bilden die österreichischen Noiserocker Bulbul. Hinzu kommen Bassklarinettistin Susanna Gartmayer und die slowenische Vokalkünstlerin Maja Osojnik, die in ihrer Karriere schon so ziemlich alle Stufen von Volksliedern bis Avantgarde und Black Metal durchlief. Und diese nackten Fakten lesen sich durchaus interessant.
Dass man es hier nicht mit einer leichten Popplatte zu tun hat, dürfte klar sein. Vielmehr schufen Broken.Heart.Collector ihre eigene Twilight Zone zwischen den Eckpfeilern grooviger Rock und Noise, Hardcore, Jazz, Chanson, Prog. Gut und gerne kann man dem Ganzen aus Mangel an Alternativen den Stempel Avantgarde aufdrücken. Aber glücklicherweise klingt die Musik der Gruppe nicht zu verkünstelt, sondern sie wurde - wie es scheint - zum großen Teil aus dem Bauch heraus eingespielt. So tuckert der Bass immer schön vor sich hin, als würde er zum Tanz einladen, nur um einen später einen in die Kauleiste zu hauen. Klarinette und Gitarre versorgen die Rhythmen beständig mit interessanten und passenden Klangflächen. Nicht selten wurden die Instrumente im Geiste eines John Cage hörbar präpariert. An allen Ecken scheppert und knirscht es fast ohne Unterlass.
Und über all dem schwebt die Stimme von Maja Osojnik. Diese ist hier etwas mehr als „nur“ Gesang, sondern die Frau addiert der Musik ihre von osteuropäischer Melancholie geprägte Stimme wie ein weiteres Instrument hinzu. Überhaupt setzt sie ständig Akzente. Egal ob sie fast gefühllos ins Mikro palavert, sich ganz lasziv um das Geschehen schlängelt, im Stile alter, französischer Chansons zirpt oder wunderschön entspannte Melodien zum Besten gibt.
Die Kompositionen selbst sind sehr abwechslungsreich, wenn auch anfangs nicht immer nachvollziehbar. Die Stimmungen sind vielfältig von leichtem Schweben mit Hang zur Hypnose, über begeisterndem Abrocken, bis zur absoluten Ekstase. Vergleiche mit den im Promozettel genannten ZU, Carla Bozulichs Evangelista oder dem Sleepytime Gorilla Museum sind durchaus angebracht. Also ihr Avant-Rocker der Republik: ihr wisst jetzt, wo es neues Futter für euch gibt! (MUSIKANSICH.DE mario karl)

Rockalternativen sind lebendig. Dies ist die Hauptaussage, welche im Zusammenhang mit Broken Heart Collector und ihrem gleichnamigen Album getätigt werden darf. Denn in Zeiten, die immer wieder die Achtziger zitieren und imitieren, macht eine Annäherung an die Neunziger auch mal wieder Sinn. In diesem Jahrzehnt - Stichworte der diversen Hypes hießen unter anderen Grunge, Lo-Fi und Post Rock -, waren die Outsider, Loser, die Verletzten, Schüchternen und verzweifelt wie leidenschaftlich Lärmenden zwischenzeitlich an den Hebeln der Musikmacht. Als freigeistig agierendes Gruppengefüge sind die Zeiten, in denen Indie-Bands scharenweise zu Majorlabels wechselten, eine außerordentlich fruchtbare Fundgrube.
Spröde und nahe der Auflösung rockt Broken Heart Collector. Dissonanzen und britzelnde Verzerrerklänge sind gewünschte Eigenheiten. Zudem spazieren die zumeist ausladend langen Stücke durch Anmutungen aus Post-Punk und Industrial, Art Rock und unterschiedlichen Improvisationsmusiken. Diese Ballung der Experimente vergangener Jahrzehnte quietscht geradewegs an der bloßen Nostalgieschiene vorbei. Denn, was früher oft sperrig war und Hörschmerzen bereiten konnte, verpacken die Kollektoren in muntere Lieder. Nie wird bösartig aggressiv gelärmt, nie ungehörig respektive unhörbar in wenig harmonischen Verzweigungen genervt, nie der rote Faden, welcher einzelne Songparts verbindet, verloren.
Kunstvoll und behutsam dekliniert Broken Heart Collector das Sonderbare. Experiment verkommt nicht zum Selbstzweck. Sondern behält den Spannungsbogen immer im Visier und möchte viel, viel Lied mit sich führen. Natürlich sind keine Neuerungen möglich, doch erneut überzeugt der Umgang mit verfügbaren Klängen und Klangkonstruktionen, Instrumentierungen und Formen aus der Vergangenheit. (ALTERNATIVENATION.DE tobias stalling)

"Broken Heart Collector" beruht auf einem Zusammenschluss begnadeter Quergeister, zum einen die einschlägig bekannten Herren von Bulbul, Avantnoiserock-Kapazunder ersten Grades, zum anderen die Slovenische Vokalistin Maja Osojnik und die Bassklarinettistin Susanna Gartmayer, die es beide ebenfalls faustdick hinter den Ohren haben. "Broken Heart Collector" spielen in musikalischer Hinsicht alle Stückerln, von sphärisch bis schrill, von lyrisch bis schweinerockig, von präparierten Instrumenten bis zum lupenreinen Klang. Und kommt trozdem wie aus einem Guss daher.Ein Genuss, sich von vorne bis hinten durchzuhören. Großartige Sache! (SKUG curt cruisine)

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